Flugangst loswerden - ein Beispielfall

Die Klientin bekam trotz bereits bestehender Flugangst eine Reise auf die Bermudainseln geschenkt. 

Die Herausforderung

Andere hätten sich gefreut, meine Klientin war geschockt: Sie bekam von Ihrem Mann eine Reise auf die Bermudainseln geschenkt.

Seit Jahren hatte sie keinen Fuß mehr in ein Flugzeug gesetzt, die Panik dort war ihr sehr bekannt. Allein die Vorstellung über Stunden und Stunden in einem Flugzeug eingesperrt zu sein, erfüllte sie mit Entsetzen.

Bereits mit Anfang 20 hatte sie einen Therapeuten aufgesucht, der sie ebenfalls mit Hilfe von Hypnose von ihren allgemeinen Ängsten befreien sollte. Jetzt tauchte die damals gefundene Lösung als Erschwernis bei der Lösung der Flugangst wieder auf.

Services

  • Coaching

  • Tieftrance

Zeitdauer

  • 2 Sitzungen à 90 und 45 min

  • Abstand 1 Woche

Das Ziel

Die Reise gelassen zu überstehen:

  • Keine schlaflosen Nächte vorab

  • Den Flug gelassen überstehen

  • den Urlaub genießen können (ohne Angst vor dem Rückflug zu haben)

Mein Ansatz

Das Problem hinter dem Problem finden

In Schritt eins finde ich gemeinsam mit dem Klienten heraus, wie dieser sein Problem aufrecht erhält.

Ist die Flugangst auf das Starten oder Landen beschränkt? Ist es die Sorge vor dem Absturz, die ängstigt oder das Gefühl "einfach nicht wegzukommen" und für Stunden auf dem Platz gefangen zu sein?

Diese Klientin hatte vorwiegend Angst vor dem Abstürzen. Diese Angst begann bereits Tage vor dem Flug. Bereits der Gedanke an die Reise machte sie nervös.

Sie hatte das Gefühl, durch ihre schiere Willensanstrengung das Flugzeug in der Luft halten zu müssen.

Im Rahmen ihrer früheren Therapie hatte der damalige Therapeut einen durchaus vernünftigen Ansatz gewählt: Die Klientin sollte die Kontrolle über ihr Leben übernehmen.

Ein Problem ensteht dann, wenn der Klient keine Kontrolle übernehmen kann, z.B. in Situationen in denen es sinnvoll ist, sich auf andere zu verlassen.

Wenn man selbst Pilot ist, ist es sinnvoll sich auf die eigenen Kenntnisse zu verlassen - wenn man Passagier ist, ist es vernünftig, sich auf den Piloten zu verlassen. Gleiches gilt als Beifahrer in einem Auto oder Fahrgast in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Durch auf die Klientin abgestimmte Coachingtechniken lernte sie zu unterscheiden, wann sie die eine und wann sie die andere Strategie sinnvoll anwenden konnte. Eine Trance zum Abschluss automatisierte das Gelernte. So musste sie während der Reise nicht mehr darüber nachdenken.

Im Anschluss an die beiden Sitzungen konnte sie nun auch Fahrten mit dem Auto als Beifahrer genießen.

Ich habe mich dabei ertappt, das ich mich bereits vorab auf das Fliegen gefreut habe - weil ich mich endlich wieder richtig entspannen wollte! 

Vielen Dank, ich konnte den Urlaub vollkommen genießen, und den Hin- und Rückflug ebenfalls.

Mo Gämmerler

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