Was Ihre Selbstregulationsfähigkeit mit Ihrem Selbstvertrauen zu tun hat

Ihr Selbstbewusstsein hängt zu einem großen Teil von Ihrer Selbstregulationsfähigkeit ab. Das ist Ihre Fähigkeit unter Stress handlungsfähig (also wenigstens einigermaßen entspannt) zu bleiben.

Dies ist ein Ausschnitt, aus meinem Buch: "Oh doch! Sie können. Sie können sogar selbstbewusst werden.", das Sie überall dort kaufen können, wo Sie am liebsten Bücher kaufen.

Herzfrequenz und Selbstvertrauen

Studien zeigen, dass das Herz von Menschen, die besonders gut mit Stress umgehen können, weniger regelmäßig schlägt, als Herzen von stressanfälligen Menschen.

Der Begriff um den es geht, lautet: Herzraten- oder Herzfrequenzvariabilität. Bei dieser Herzratenvariabilität reden wir natürlich nicht über Herzrhythmusstörungen, die gefährlich sein können, sondern über die Fähigkeit Ihres Herzens seine Frequenz den Erfordernissen Ihres Lebens exakt anzupassen. In Momenten unter denen jemand unter Stress steht, erhöht sich die Herzfrequenz, aber seine Variabilität nimmt ab. Umgekehrt steigt Ihre Herzfrequenzvariabilität, sobald Sie entspannt sind.

Die Wissenschaftler haben sogar nachweisen können, dass sich mittels der Herzfrequenzvariabilität eine ziemlich sichere Vorhersage darüber machen lässt, ob jemand mit Schwierigkeiten fertig werden wird oder aufgibt. Das klingt doch sehr nach Selbstvertrauen.

Bleibt die Frage wie Sie Ihrem Herzen zu mehr Variabilität verhelfen können.

Das ist glücklicherweise einfacher als man denken mag. Es gibt sogar eine ganze Reihe von Möglichkeiten, für die Sie nichts weiter benötigen als sich selbst und eventuell einen Moment Zeit.

Herzratenvariabilität steigern; Photo by <a href="https://unsplash.com/@marekpiwnicki?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Marek Piwnicki</a> on <a href="https://unsplash.com/collections/147335/relaxation?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>

Ihre Herzfrequenzvariablität steigern Sie durch

  • gesundes Essen,
  • ausreichend Schlaf,
  • positive Gedanken,
  • Sport und Bewegung (zum Beispiel Spaziergänge, am besten in der Natur) und
  • eine ganz einfach Übung, die Sie sofort machen können.

Im Grunde ist die Erhöhung der Herzratenvariabilität davon abhängig, dass Ihr Parasympathikus Ihrem Körper das Zeichen für "Entspann Dich, alles ist gut." gibt.

Dann schüttet Ihr Gehirn Hormone aus, die für Ruhe und Erholung wichtig sind. Ihr Herz schlägt in einem ruhigen Rhythmus, was wiederum die Variabilität seiner Frequenz erhöht. Auch Ihr Atemrhythmus verändert sich, Ihr Atem wird tiefer und langsamer.

Schon Alexander von Humboldt erkannte, dass "alles mit allem zusammenhängt" und jetzt, endlich, können wir diesen Satz einmal praktisch anwenden.

Übung zur sofortigen Stressreduktion

Setzen oder stellen Sie sich irgendwohin, wo Sie idealerweise nicht gestört werden.

Dann atmen Sie langsamer ein und noch langsamer aus, als Sie es normalerweise tun. Vier bis sechs Atemzüge pro Minute wären ideal, doch sollten Sie das (noch) nicht schaffen, ist langsamer als "für Sie normal" in jedem Fall besser.

Während des Einatmens beschleunigt sich Ihr Herzrhythmus etwas und wird während Sie ausatmen eine Idee langsamer. Da sich die Variabilität erhöht, wenn sich die Frequenz erniedrigt, folglich steigt Ihre Herzratenvariabilität an, sobald Sie ausatmen. Je länger das Ausatmen umso größer die Varianz. 

Mit dieser Übung stärken Sie Ihren Parasympathikus und der ist nicht nur für Ihre Selbstregulation von großem Wert, sondern begünstigt auch Heilungsprozesse in Ihrem Körper.

Am besten kleben Sie sich einen Post-it an strategisch günstige Stellen, der Sie daran erinnert, regelmäßig durchzuatmen.


In diesem Sinne:  Bleiben und werden Sie selbstbewusst! Selbstbewusste Menschen nutzen ihre Talente, die Welt braucht sie.

Herzlichst, Sandra Hergert

Wer schreibt?

Sandra Hergert

 Veröffentlicht am 11. November 2021

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