Jahresrückblick 2021

Veröffentlicht am 07. Januar 2022 | Dr. Sandra Hergert

3 Fragen, die ich mir für den Jahresrückblick stelle:

  1. Wie lief das Jahr?
  2. Was habe ich gelernt?
  3. Worauf richte ich meinen Fokus in 2022?

Wie lief das Jahr?

Es gab eine Menge zu feiern - es war also ein glückliches 2021.

Gesundheit + Wohlbefinden

Ich bin dankbar, dass alle in der Familie gesund geblieben sind. Auch die Entscheidung, hierher zu ziehen und in einem warmen, sonnigen und hellen Haus auf dem Land zu leben, war goldrichtig.

Ich hatte in 2020 bereits begonnen, den Tag mit einigen Yogaübungen zu starten, das habe ich in 2021 nicht nur fortführen können, sondern auch deutlich regelmäßiger getan. Ich gehe davon aus, dass die Kombination von Bewegung, Meditation und CBD-Öl dazu geführt hat, dass ich im Vergleich zu früher deutlich weniger Migräneanfälle hatte. Was für eine Erleichterung!

Im nächsten Jahr möchte ich noch regelmäßiger meditieren.

Geradezu genial waren die sechs Wochen Pause im Sommer. Ich habe es genossen, Zeit für private Projekte zu haben, den Hund zu trainieren, Besuche zu machen und auszuspannen. Etwas, das ich beibeihalten möchte.

Das gleiche gilt für die zweieinhalb Wochen über den Jahreswechsel.

Ich habe mich außerdem gefragt, wo mich die unmittelbare Umgebung stört. Meist waren es unaufgeräumte Ecken, die in Ermangelung von Stauraum auftraten. Hier für Ordnung zu sorgen (und das durch selbstgebaute Schränke zu tun!), war Freude pur.

Berufliche Entwicklung

Nachdem uns 2020 erheblich (insbesondere finanziell) zurückgeworfen hatte, war das letzte Jahr überaus erfolgreich. Ich bin stolz auf die gegebenen Trainings und die dazugehörigen Feedbacks.

Ich habe mehr Trainingstage verkauft als jemals zuvor und aus diesen haben sich zwei weitere große Aufträge ergeben - mit etlichen Trainingstagen für das kommende Jahr. Dazu kamen diverse erfolgreiche Coachingsitzungen.

Zufrieden macht mich auch mein Newsletter, den ich seit ungefähr Mitte des Jahres wieder verschicke. Er hilft mir, meine Gedanken zu ordnen und hoffentlich meinen Abonnent|innen Anregungen zu geben wie sie ihre Fragen und Herausforderungen angehen können. Es ist mir gelungen, diesen pünktlich alle zwei Wochen zu verschicken und bei dieser Frequenz wird es vorerst bleiben.

Dafür ist der Podcast schon wieder hinten runter gefallen. Natürlich stelle ich mir die Frage, warum ich überhaupt noch daran festhalte. Der Druck, den diese offenen ToDos ausüben, ist definitiv vorhanden.

Dennoch kann und will ich mich im Augenblick noch nicht vollständig von der Idee trennen, auch wenn ich bereits jetzt absehen kann, dass das erste Quartal in 2022 nahezu vollständig verplant ist. Die freien Tage kann ich jetzt schon an einer Hand abzählen.

Auf der anderen Seite genieße ich es, über das Sprechen Klarheit zu gewinnen, das gelingt mir im Grunde besser, als darüber zu schreiben - auch wenn der Unterschied marginal ist.
Mit anderen Worten: Ich will einen Weg finden wie ich einen Podcast mit weniger Aufwand erstellen kann.

Was definitiv besser laufen könnte, ist der Buchverkauf. Für "keinerlei Werbung" läuft es nicht schlecht, doch es gibt ohne Frage Luft nach oben.

Insgesamt ist alles, was öffentliches Marketing angeht (Insta, Podcast ...) hinten runtergefallen. Hier bleibt die Frage noch offen: Will ich in dieser Hinsicht überhaupt mehr tun?

Persönliche Weiterentwicklung

In meiner Kommunikation mit anderen, besonders dann, wenn es um schwierige Themen geht, bin ich noch klarer geworden. Darauf bin ich stolz, denn das ist etwas, was mir früher oft schwer gefallen ist. Hier sehe ich über die letzten Jahre eine deutliche Verbesserung.

Auch in 2021 habe ich mich, was die Planung angeht, voll auf notion.so verlassen. Ich bin überzeugt, dass ich es nur diesem Ansatz zu verdanken habe, mich nicht verzettelt zu haben, wie es früher oft der Fall war. Hierzu sollte ich definitiv einen Artikel schreiben (und eventuell einen Podcast machen ...).

Was mich in gleicher Weise befriedigt hat, ist die Entdeckung von Obsidian.md. Mit Obsidian habe ich eine Software gefunden, die es mir erlaubt, meinen Gedankengängen schriftlich zu folgen - und noch mehr: diese wiederzufinden und den Faden von dort wieder aufzunehmen. Mein Workflow ist noch nicht ganz optimal - und ich bin auch hier auf dem Weg.

Beziehungen

Privat hat uns 2021 noch mehr zusammengeschweißt, etwas wofür ich dankbarer bin als für alles andere. Ich bin überzeugt, dass einen großen Anteil daran meine Routinen von Yoga bis Obsidian hatten. Klarheit macht mich zufrieden, macht mich selbstbewusst, lässt mich vertrauen. Was sich dann (natürlich) auch auf die Beziehungen zu anderen auswirkt.

Überraschend positiv hat sich die Beziehung zu meinem englischen Tandem-Partner entwickelt. Wir haben in diesem Jahr ziemlich regelmäßig alle zwei Wochen miteinander gechattet und nicht nur mein Englisch hat sich merklich verbessert. Auch das macht mich stolz. Erstaunlicherweise, haben wir sehr ähnliche Interessen, was den Austausch nicht nur interessant, sondern sehr befriedigend für mich macht. Es ist geradezu ein Wunder, das wir uns getroffen haben.

Darüber hinaus genieße ich den Austausch mit einem ebenfalls selbstständigen Kollegen, der aus einer völlig anderen Branche kommt. Der Effekt auch hier: Klarheit und neue Ideen für Herausforderungen, die sich im Alltag oft zeigen. Auch für diese Beziehung bin ich sehr dankbar.

Andere Menschen, mit denen ich ohnehin einen eher losen Kontakt hatte, solange wir in München waren, haben sich noch weiter gelöst. Sie sind nicht verschwunden, jedoch weiter entfernt.

Was habe ich gelernt?

  • Wichtigste Erkenntnis: Nicht nur, dass Klarheit eine wichtige Komponente für mein Wohlbefinden ist, sondern wie ich diese herstellen kann.
  • Ich kann mich auf mich verlassen:
    • Um produktiv arbeiten zu können, brauche ich die Möglichkeit gleichzeitig den großen Überblick zu haben und den Blick auf das tägliche ToDo. Ich muss das Ziel sehen können und den Weg. Die sichtbare Verknüpfung von beidem macht mich produktiv. Mein Tool der Wahl: notion.
    • Wenn ich meine ToDos am Wochenanfang alle aufliste, kann ich sehen, dass ich unmöglich alle schaffen kann - somit kann ich a) priorisieren und b) werde ich zufrieden, selbst, wenn Dinge liegen bleiben.

Worauf richte ich meinen Fokus in 2022?

Wenn ich nicht plane, passiert nichts. Planung macht mich zufrieden, strukturiert und gibt mir Frieden [sic], gibt mir Fokus und zeigt mir Prioritäten.

Glücklich machen mich neben dem beruflichen Erfolg, private Projekte: Schränke und Regale aus Holz herzustellen, macht mich überraschend froh. Für letzteres werde ich genügend Zeit einplanen.

Anders ausgedrückt: Ich werde meinen Fokus auf "freudvollen Frieden" legen.

In beruflicher Hinsicht möchte ich noch bekannter für "innovatives Denken" sein, in Bezug auf Trainings dafür, die Konzeption so zu gestalten, dass diese nachhaltige Veränderung für die Teilnehmer und die Firma bringen.


Hier schreibt:

Sandra Hergert

Mediatorin | Trainer | Coach

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